Italien, Lombardei


BRAMANTINO

Bartolomeo Suardi

genannt: Bramantino

* um 1465  Bergamo

† 1530  Mailand

Maler und Architekt. Hauptmeister der lombardischen Malerschule.

SUARDI war wahrscheinlich Schüler von BUTINONE. Als Gehilfe BRAMANTEs (daher Bramantino) arbeitete er von 1507 bis 1512 in Rom. Zurück in Mailand wurde er von den Sforza 1525 zum Hofmaler ernannt.

»Die verschwommenen Gesichter mit den etwas klein geratenen Augen und ohne erkennbaren Bart- und Haaransatz vertragen sich schlecht mit den präzise und plastische gemalten Hintergründen. Dennoch gelingen im dank vorzüglicher Licht- und Schattenmalerei und stimmiger Farbigkeit … eindrucksvolle Gemälde …«   GALLWITZ, S. 28



1510

     
AUTOR   Bartolomeo Suardi detto Bramantino

TITEL

 

  Sacra Conversazione: Madonna con bambino e i santi Ambrogio e Michele arcangelo
    »Madonna delle torri« (Türme-Madonna)
    aus San Michele zu Chiusa
DATIERUNG   1505–19 | um 1520
TECHNIK   Tempera und Öl auf Holz
FORMAT   122 x 157 cm
ORT   Mailand, Biblioteca Ambrosiana
SAMMLUNG   Pinacoteca
INVENTAR   96
     
TYPUS    Erzengel Michael als Assistenzfigur 

KOMMENTAR

Hier knien zwei Kämpfer gegen das Böse mit ihren hingestreckten Opfern einander gegenüber: Michael mit Satan in Gestalt eines auf dem Rücken liegenden Frosches und Ambrosius von Mailand (Trier 339–397 Mailand), einer der vier lateinischen Kirchenlehrer, mit dem entkleideten Arius (ca. 260–336 n. Chr.) zu Füßen, der das Dogma der Dreifaltigkeit Gottes als Irrlehre verteufelt hatte. Ambrosius kämpfte gegen diesen Arianismus, der  am Hofe Kaiser Valentinians II. in Mailand vertreten wurde. ZAC·



GERINI ← Italien 16. Jh.

Italien 16. Jh. → RAMENGHI


QUIS UT DEUS  – DER ERZENGEL MICHAEL IN DER BILDENDEN KUNST – VIRTUELLE AUSSTELLUNG UND MATERIALSAMMLUNG